DZero Modifikationen. Pimp your DZero !

Änderungen und Bootshandling beim D-Zero.

 

Aufgrund einiger Anfragen stelle ich diesen Artikel online. Die Modifikationen und Veränderungen, die ich an meinem D-Zero vorgenommen habe sind natürlich rein subjektiv. Wert habe ich aber auf die KLASSENKONFORMITÄT der Änderungen gelegt! Prinzipiell gilt: KEINE neuen Befestigungspunkte am Rumpf (d.h. keine Bohrung, Verschraubung etc.).

1) Führung der Großschot

Hülle für die Großschot am Baum

Um ein Herabhängen der Großschot zu verhindern („Einfädeln“ mit dem Kopf) kann man sich beim Segelmacher eine Hülle, wie gezeigt, fertigen lassen. Darin läuft die Großschot reibungslos und bleibt immer parallel zum Baum.

2) Änderung der Streckerführung: Bessere Erreichbarkeit der Strecker (Outhaul, Cunningham)

Outhaul und Cunningham in Reichweite

Damit die Strecker in der Nähe der Großschottklemme erreichbar sind, kann man die Schrauben der Curryklemme leicht lösen und unter dem Block einen ganz dünnen Tampen (Liros Optisail) durchfädeln (auch ein flacher ALU-Ring wäre hier denkbar). Die Strecker werden dann links und rechts an dem Punkt befestigt. Vorne in der Mitte wird dann jeweils Outhaul und Cunninham befestigt.

Outhaul und Cunningham seitlich.

 

3) Modifikation beim Ausreitgurt: Verhindern, daß sich der Gurt verdreht

Der lange Ausreitgurt (bekannt von Laser, Europe und anderen) neigt dazu sich bei der Wende zu verturnen. Da nun der ZHIK Ausreitgurt unten ja die Noppen hat, die im dazu passenden Schuh auf dem Fußrücken „einhaken“ sollen, muß er stets in der richtigen Lage sein. Das erreiche ich durch die (etwas aufwendige) Konstruktion wie oben. Zwei Segellatten im Gurtband stabilisieren den Ausreitgurt in der Längsachse. Befestigt sind sie ebenfalls an dem unter der Curryklemme geschaffenen Befestigungspunkt.

 

So bleibt der Ausreitgurt stets Oberseite oben

4) Versenken vom  OUTHAUL im Baum

DZero: Achterliekstrecker im Baum

 

Ähnlich wie beim Finn habe ich mein OUTHAUL ( =Achterliekstrecker) im Baum verschwinden lassen. Nötig dazu: Eine Minimalbohrung am oberen Ende des Carbonbaumes und ein Block zur Umlenkung. Das Outhaul wird im Baum nochmal mit einem Block umgelenkt (Flaschenzugeffekt).

Am Mast vorne sieht das dann von unten betrachtet so aus:

Führung des Achterliekstreckers aus dem Baum

Eine Umlenkrolle am Mast befestigt, Outhaul kommt aus dem Baum und geht nach unten zur Klemme !

 

5) Leichtere Entfernung des Mastfußes aus dem Rumpf

Der Mastfuß wird nach eininger Zeit sehr fest im Rumpf sitzen. Da sich dort unten aber immer Feuchtigkeit bildet, sollte er ab und zu entfernt werden.

Dazu habe ich durch die beiden Löcher und vorne eine stabile, aber dünne Liros Optisail gefädelt, so kann ich den Mastfuß nach oben herausziehen. Wenn er sehr fest sitzt notfalls mit einer Umlenkung etwa von der Garagendecke.

D-Zero: Mastfuß leichter entfernen

 

Kann man aber alles auch ganz anders machen 🙂

Für Kritik und Anregung: efriedrich@wisseninform.de